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	<title>JUSOS in der SPD Treptow-Köpenick</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 07:35:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="main" src="http://farm4.static.flickr.com/3086/2778792447_5c43e1ca20.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
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		<title>Sommerfest im Haus Strohhalm in Oberschöneweide</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 07:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von wegen Parteiarbeit macht nicht satt. Dieses Jahr veranstalteten die SPD Oberschöneweide mit den JUSOS in der SPD Treptow-Köpenick ein gemeinsames Sommerfest im Haus Strohhalm. Ein Anliegen war es, auf die teils schwierige Situation von Wohnungslosen mit suchtbezogener Abhängigkeit in Berlin aufmerksam zu machen und bestehende Vorurteile gegenüber diesen Mitmenschen abzubauen. Außerdem war es der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von wegen Parteiarbeit macht nicht satt. Dieses Jahr veranstalteten die <strong>SPD Oberschöneweide</strong> mit den <strong>JUSOS in der SPD Treptow-Köpenick</strong> ein gemeinsames Sommerfest im Haus Strohhalm. Ein Anliegen war es, auf die teils schwierige Situation von Wohnungslosen mit suchtbezogener Abhängigkeit in Berlin aufmerksam zu machen und bestehende Vorurteile gegenüber diesen Mitmenschen abzubauen. Außerdem war es der SPD hier vor Ort besonders wichtig, den Bewohner/-innen einen abwechslungsreichen Tagesausklang zu bieten und Präsenz zu zeigen, wo andere Parteien nicht sind.</p>
<p>Für Jede und Jeden sollte ein Platz geboten werden, doch schon zu Beginn des Festes waren alle Sitzplätze belegt. Die etwas <strong>mehr als 150 Anwesenden</strong> waren eine echte Überraschung für die SPD und das Haus Strohhalm. Wegen des großen Andrangs mußten sogar zweimal alkoholfreie Getränke nachgekauft werden. Gemütlich wurde es am Abend. Der Grill und das Buffet waren dicht umlagert; von Kuchen über Salat bis Fleisch war für alle etwas dabei &#8211; egal ob vegetarisch oder nicht. Zwei Wettbewerbe &#8211; der <strong>Geschicklichkeitstest </strong>und das <strong>Kiezquiz </strong>- sorgten für Abwechslung und gute Laune. Tolle Preise konnten dabei überreicht werden und Freude bereiten.</p>
<p>Der ortsansässige Verein <strong>„Das fünfte Rad e. V.“</strong> war mit seiner Trommelgruppe vor Ort und heizte zum Auftakt ordentlich ein. Später sorgte die junge Berliner Rockband <strong>„KINDLS“</strong> mit einen Gratis-Unplugged-Konzert für Begeisterung und tolle Stimmung. Am späten Abend ging es musikalisch weiter, als eine jede und ein jeder bei <strong>Karaoke</strong> dazu eingeladen war das eigene Können zu beweisen. </p>
<p>Als besondere Gäste feierten <strong>Mechthild Rawert</strong> (Mitglied des Deutschen Bundestages) und <strong>Rolf Wiegand</strong> (Mitglied des Landesvorstands der SPD Berlin) mit uns. Mechthild Rawert erfreute die Anwesenden mit einer kleinen Rede. Tatkräftig unterstützten uns <strong>Robert Schaddach</strong> (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin) und <strong>Waltraud Düber</strong> (SPD Adlershof) mit Bänken und Tischen.</p>
<p>Zu guter Letzt noch der Dank an alle „Kümmermichs“, Organisatoren/-innen, Kuchenbäcker/-innen, Salatkünstler/-innen, Grillmeister/-innen, Musikbeauftragte, Auf- und Abbauer/-innen&#8230; Viele haben zu dem Erfolg dieses Sommerfests ihren Teil beigetragen, zusammen haben wir nicht nur den Gästen, sondern auch uns selbst ein tolles Programm und einen unvergesslichen Abend geboten.</p>
<p><a href='http://www.flickr.com/photos/jusos-treptow-koepenick/sets/72157624774890706/'>Für Fotos vom Sommerfest bitte hier klicken.</a> </p>
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		<title>Erfrischend. Regnerisch. Links.</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 06:38:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Juso-Sommercamp 2010 am Werbellinsee in Brandenburg war vielleicht regnerisch, von schlechter Laune ist jedoch nichts zu spüren gewesen. Die 130 Jusos machten sich trotz des mäßigen Wetters und einem Kreuzbandriss vier schöne Tage mit interessanten Diskussionen, spannenden Workshops und langen Abenden. Eine Reportage von Nico Schmolke.
Es ist Donnerstag, der 12. August. Am Berliner Hauptbahnhof [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Juso-Sommercamp 2010 am Werbellinsee in Brandenburg war vielleicht regnerisch, von schlechter Laune ist jedoch nichts zu spüren gewesen. Die 130 Jusos machten sich trotz des mäßigen Wetters und einem Kreuzbandriss vier schöne Tage mit interessanten Diskussionen, spannenden Workshops und langen Abenden. Eine Reportage von Nico Schmolke.</em></p>
<p>Es ist Donnerstag, der 12. August. Am Berliner Hauptbahnhof herrscht das gewöhnliche Treiben, Reisende wuseln von Bahnsteig zu Bahnsteig. Dazwischen immer wieder junge Menschen mit großen Rucksäcken, mit Taschen, einige mit roten T-Shirts. Der riesige Bahnhof wird heute Schmelztiegel für dutzende Jusos aus ganz Deutschland, die gemeinsam nach Eberswalde und von dort an den Werbellinsee fahren. Im Regionalexpress beginnen die ersten Gespräche, bekannte und unbekannte Gesichter treffen sich, Namen und Bundesländer werden ausgetauscht. Es ist der Auftakt zum alljährlichen Sommercamp unter dem Motto „Erfrischend. Sonnig. Links.“, auf das sich viele schon seit Langem gefreut und das andere schon seit Langem intensiv vorbereitet haben.</p>
<p>Am Eberswalder Bahnhof angekommen sammelt sich so langsam der Strom aus der ganzen Republik. Nun ist eine Stunde Warten angesagt, die Busse fahren hier eher selten. Nette Jusos aus Barnim weisen den Weg zur Haltestelle, die Zeit wird mit Gitarrensolos sowie erstem Kennenlernen vertrieben. Gegen 16 Uhr ist die große Gruppe dann in der Europäischen Jugenderholungs- und Bildungsstätte (EJB) am Werbellinsee im brandenburgischen Barnim angelangt, andere reisen per Auto an.</p>
<p>Das Camp ist sehr weitläufig. Die Jusos sind in zwei Häusern untergebracht, in einem hat das Camp-Büro seinen Sitz. Ein Stück entfernt stehen die Speisesäle, ein wenig weiter weg findet später in der „Disko“ die Eröffnung durch den Juso-Vorsitzenden Sascha Vogt statt. Nun ist Matthias Platzeck zu Gast und begrüßt um 18 Uhr die Gäste in seinem Land Brandenburg. Bodyguards sichern den Ort, Vertrauen ist gut, Kontrolle anscheinend besser. Der Ministerpräsident bewirbt die Politik der Brandenburg-SPD, anschließend geht es um die Zukunftsthemen für die Bundes-Partei. „Rente mit 67“, Steuergerechtigkeit, Bürgerversicherung, unter anderem um diese Themen müsse sich die Sozialdemokratie jetzt Gedanken machen. Der Schwerpunkt liege dabei immer auf dem Zusammenhalten der Gesellschaft, da in Zeiten der Krise und Globalisierung zentrifugale Kräfte ausgelöst würden. Das Auseinanderdriften müsse die SPD als Partei der Vernunft und der sozialen Gerechtigkeit verhindern. In der anschließenden Fragerunde ist dann auch die Linkspartei Thema, genauso wie der Kampf gegen Rechts und der vermeintliche „Linksextremismus“. In diesem Kontext sorgt besonders der Versprecher eines Jusos für Heiterkeit: „Wie definierst du Linkspartei, äh, Linksextremismus?“</p>
<p>Nach der Eröffnung mit Platzeck steht nun ein kurzes Kennenlernen der SPD und des Juso-Verbandes auf dem Programm. Erst wird das Fernseh-Quiz „Jeopardy“ mit SPD-Antworten nachgespielt, danach können sich alle Teilnehmende an Thementischen über Juso-Positionen informieren. Anschließend grillen die Barnimer GastgeberInnen das Abendbrot, bevor es wieder zurück in die Disko zum gemeinsamen Arbeiterlieder singen geht. Während die meisten ihre Textsicherheit unter Beweis stellen, beginnen andere ihre Arbeit in der Mediengruppe. Jeden Tag wird diese AG nun eine kleine Camp-Zeitung erstellen, die morgens beim Frühstück verteilt wird. Außerdem wird sie den Sommercamp-Film produzieren, der am letzten Tag bei der Verabschiedung gezeigt werden soll. Als auch das Singen und die Redaktionssitzung abgeschlossen sind, geht es in den informellen Teil des Abends über, der mit vielen Getränken bei guter Musik in der Disko begangen wird.</p>
<p>Es ist am frühen Freitagmorgen, der Himmel hat sich die Nacht über ausgeschüttet. Platzeck kam am Donnerstag aus den Hochwassergebieten, das Wasser hat er mitgebracht, und da gelassen. So tropft es noch von den Bäumen, während einige Bundesbüro-Jusos mit dem Megafon durch die Gänge gehen und die Schlafenden aus den Betten jagen. Drei Duschen pro Haus und „Geschlecht“ müssen ausreichen, um sich für den Tag fit zu machen. Das Frühstück wird eingenommen, um zehn Uhr geht es los.</p>
<p>Ein paar organisatorische Hinweise werden genannt und schon geht es in die erste Workshop-Phase des Camps. „Unwanted: Schwarz-Gelb“ lautet das Motto, unter dem sich alle Beteiligten zu Themen wie Atomkraft, Schuldenbremse, Bildungspolitik oder Finanzhilfen für Griechenland austauschen. In insgesamt acht Räumen wird heiß über die Politik der neuen Regierung diskutiert und Kritik formuliert. Nach dem Mittagessen fließen alle Eindrücke in einer Fishbowl-Diskussion zusammen, bei der Dirk Neumann von der DGB-Jugend und Alexander Bercht als Referent des SPD-Parteivorstandes anwesend sind.</p>
<p>Nur reicht Kritik an Schwarz-Gelb allein nicht aus, um sich als Oppositionspartei auch als Alternative darstellen zu können. Jetzt sind also Positionierungen der Jusos selbst gefragt. „Hier brennt’s … uns unter den Nägeln“ heißt die Workshop-Phase Zwei, in der beispielsweise der Afghanistan-Einsatz, Nationalismus, Migrations- und Asylpolitik, Jugendarbeitslosigkeit und Feminismus auf der Tagesordnung stehen. Viele Jusos erhalten hier neue Blickwinkel für ihre Arbeit vor Ort, Anregungen für Aktionen und neues Wissen. Bis hierher ist dies auf jeden Fall die beste Workshop-Phase.</p>
<p>Es folgt das Abendessen, was vielen wie auch an den folgenden Tagen nicht sonderlich gut schmeckt, andere wiederum können sich nicht beklagen. Stärkung ist nämlich unbedingt notwendig, der Abend wird noch lang. Einige nutzen die kurze freie Zeit für ein Fußballspiel, das leider verletzungsbedingt enden musste. Ein Juso reißt sich wahrscheinlich sein Kreuzband, ein Krankenwagen muss anrücken. Die zwei restlichen Camp-Tage verbringt der Pforzheimer nun auf Krücken, zu Hause werden Untersuchungen das Ausmaß der Verletzung zeigen.</p>
<p>Nach diesem Rückschlag folgt eine Diskussion mit der jüngsten SPD-Bundestagsabgeordneten, Daniela Kolbe aus Leipzig, und der Bundesgeschäftsführerin Astrid Klug über die „Mitgliederpartei 2.0“. Besonders die in der Geschichte einmalige Ortsvereinsbefragung muss oftmals als Argumentationsgrundlage, manchmal allerdings auch für Kritik herhalten. Von „2.0“ sei kaum was zu spüren, höchstens von „1.1“, kritisieren einige. Daraufhin betont Astrid immer wieder, dass die SPD ja erst am Beginn des Erneuerungsprozesses sei. Daniela ist sich für Kritik genauso wie die anwesenden Jusos dennoch nicht zu schade. Ihr gehe der Prozess etwas zu langsam, es müsse ein bisschen weiter gedacht und mehr reformiert werden. Themen sind dann unter anderem die Beteiligung von Nicht-Mitgliedern an internen Entscheidungen oder der Prozess der Meinungsbildung und Positionsfindung beispielsweise zum Afghanistan-Einsatz.</p>
<p>Das ist auch ein gutes Stichwort für den Kino-Abend, der nun folgt. Gemeinsam wird der Film „Waltz with Bashir“ geschaut, ein dokumentarischer Trickfilm über das Massaker von Sabra und Schatila im Rahmen eines Militäreinsatzes im Libanon. Anschließend ist erstmal das Verdauen des Filmes angesagt, der vielen tief unter die Haut ging. Dennoch steigt der Stimmungspegel mit der beginnenden Karaoke-Party schnell wieder an. Bis tief in die Nacht werden auf der Bühne einzigartige Darbietungen von Herbert Grönemeyers „Bochum“ und Matthias Reims „Verdammt ich lieb dich“ bis zu „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens und „Time of my life“ aus Dirty Dancing präsentiert. Nicht immer wird jeder Ton getroffen, der Stimmung tut das keinen Abbruch.</p>
<p>Viele sind mehr als spät ins Bett gegangen, die Frühstückstische füllen sich erst knapp vor 10 Uhr. Das ganze Camp steht am Samstagvormittag im Regen. Das Zusammenkommen in der Frühe findet diesmal nicht in der Disko, sondern im Kino statt. Weil das nur wenige mitbekommen haben, sammelt sich alles im Seminarhaus neben dem verschlossenen Diskogebäude. Nur die Mutigen und die Schirmbesitzenden wagen sich zurück zum Kino und können den organisatorischen Hinweisen lauschen. Über die überfluteten und schlammigen Wege geht es dann wieder zurück zum Seminarhaus und die letzte Workshop-Runde kann beginnen.</p>
<p>Diesmal geht es um konkrete Arbeit und Aktionen vor Ort. Wie setze ich ein Projekt um, was gehört zu einer guten Öffentlichkeitsarbeit, wie stoppen wir einen Castor-Transport? Höhepunkt ist das Zusammentreffen des Castor- und des Nazi-Blockade-Workshops in der Disko. Der Großteil der Teilnehmenden bildet eine Sitzblockade, die nun verbliebenen „PolizistInnen“ versuchen, diese aufzulösen. Hier können die Jusos nun direkt erfahren, wie schnell eine Handbewegung als Widerstand gegen die Staatsgewalt verstanden werden kann. Aber auch der „Polizeieinsatz“ ist nicht ganz einfach, die Verknotung der „Demonstrierenden“ muss erst einmal aufgelöst werden.</p>
<p>Viel Inhalt und Diskussion erfordert auch Pausen. Die bekommen die SommercamperInnen nun am Samstagnachmittag. Schade, dass die geplante Fahrradtour wegen des Wetters nicht durchgeführt und Boote nicht benutzt werden können. Viele entschließen sich beim Aufhellen des Himmels dennoch, sich in die Fluten des Werbellinsees zu stürzen. Andere wiederum vertreiben sich die Zeit mit Kickern und Tischtennis. Besonders produktiv ist eine Gruppe, die Banner für eine Anti-Atom- und die „Freiheit statt Angst“-Demo vorbereitet.</p>
<p>Der freie Nachmittag bietet zusätzlich die Möglichkeit, die Bildungsstätte näher zu erkunden. 1952 wurde die damalige „Pionierrepublik Wilhelm Pieck“ als Erholungseinrichtung für Kinder eröffnet. Ab den 60er Jahren entwickelte sich die Stätte zunehmend zu einem Ort politischer Bildung mit vielen Schulungen für Jungpioniere. Eine alte verlassene Schule ist Zeuge dieser Zeit. Heute dient das Camp als Treffpunkt für Kinder und Jugendliche aus ganz Europa.</p>
<p>Auch dieser Nachmittag geht schnell zu Ende, wieder naht ein Abend voller Spaß und guter Laune. Party-Ort ist diesmal die Disko, oder besser gesagt die Fläche vor der Disko. Lange Zeit sind unter anderem Mitglieder der Jungen Union GesprächspartnerInnen, die sich zufällig zur selben Zeit für ein Volleyballturnier auf dem Camp aufhalten. Neben sachlichen Diskussionen über die Regierungspolitik sowie Allerweltsthemen dürfen bei der JU auch schwulenfeindliche Sprüche leider nicht fehlen.</p>
<p>Die Jusos machen sich nichtsdestotrotz einen sehr langen und feucht-fröhlichen Abend in der Disko, am Strand oder auf den Zimmern und gehen teilweise nicht vor fünf Uhr ins Bett. Die Augenringe am Sonntagmorgen können dies bestätigen. Dennoch nehmen die Augen begierig den fertigen Film der Mediengruppe auf, der das Sommercamp schön zusammenfasst. Zum Abschluss folgt die Evaluation der vier Tage an Pinnwänden, damit das Sommercamp 2011 wieder ein kleines Stückchen besser wird. Knapp zwei Stunden ist nun Zeit, bis die beiden Busse kommen und die 100 verbliebenen Jusos zum Eberswalder Bahnhof bringen. Genug Zeit also, um sich Lunch-Pakete zu besorgen, ein Gruppenfoto zu machen und Kontaktdaten auszutauschen. Nach einem solchen Camp findet die eigentliche Vernetzung per Facebook und Co ja erst noch statt.</p>
<p>Die Abschiedsstimmung ist deutlich spürbar, Freundschaften sind entstanden. Gemeinsam formiert sich ein Zug zum Eingang des Geländes, wo nun auf die Busse gewartet wird. Einige werden schon um 15 Uhr die Haustür in ihrer Heimat betreten, andere erst gegen 21 Uhr. So geht mal wieder ein Juso-Sommercamp vorüber.</p>
<p>Es waren vier schöne erfrischende und linke Tage, nur die Sonne hat gefehlt. Die gute Laune und die anregenden Diskussionen überstrahlten das schlechte Wetter jedoch bei Weitem. So bleibt mal wieder ein Gefühl des Aufbruchs bei den Jusos zurück, der Wille, gemeinsam Gesellschaft und Politik zu gestalten. Ein Jahr ist dafür nun Zeit, dann gibt es ein Wiedersehen auf dem hoffentlich sonnigen Juso-Sommercamp 2011. Und Wiedersehen, das macht bei den Jusos immer Freude.</p>
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		<title>Odyssee durch Osteuropa</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 07:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit zwei Wochen ist unser Juso Peat Schmolke jetzt in Osteuropa unterwegs. Mittlerweile ist er in Bulgarien angekommen. Hier nun ein Zwischenbericht von ihm.
Die Hälfte der Reise ist vorbei &#8211; Zeit, euch an ein paar der vielen Impressionen teilhaben zu lassen. Zur Erinnerung: Ich bin mit meinem Freund Georgi, Halbbulgare, seit dem 30. Juli 2010 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Seit zwei Wochen ist unser Juso Peat Schmolke jetzt in Osteuropa unterwegs. Mittlerweile ist er in Bulgarien angekommen. Hier nun ein Zwischenbericht von ihm.</em></p>
<p>Die Hälfte der Reise ist vorbei &#8211; Zeit, euch an ein paar der vielen Impressionen teilhaben zu lassen. Zur Erinnerung: Ich bin mit meinem Freund Georgi, Halbbulgare, seit dem 30. Juli 2010 per Anhalter unterwegs durch einige der neuen EU-Länder.</p>
<p><html><br />
<body></p>
<p><img src="http://www.jusos-treptow-koepenick.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/Peat-mit-Georgis-Onkel.jpg" width="450" ></p>
<p><strong>Peat, Georgi und Georgis Onkel</strong></p>
<p></body><br />
</html></p>
<p>Los ging es mit Ruck- und Schlafsack bewaffnet am <strong>S-Bhf. Schöneweide</strong>. Nach geschlagenen zwei Stunden hatten wir dann endlich unseren ersten Lift nach Dresden, wenige Stunden Stau später war das Tagesziel <strong>Prag </strong>erreicht, eine wunderschöne Stadt mit unglaublich vielen TouristInnen. Am nächsten Tag ging es in Richtung <strong>Budapest </strong>weiter. Hier vielleicht einige Worte zum Trampen in Osteuropa: Es ist tatsächlich so, dass eigentlich relativ viele Menschen TramperInnen mitnehmen. Außer dem Verständigungsproblem kommt jedoch noch der Fakt hinzu, dass es hier weitaus üblicher ist als in Deutschland, das Auto vollzupacken &#8211; wenn schon nicht mit der Familie, dann mit reichlich Gepäck.</p>
<p>Insofern gestaltete sich der Tag sehr schwierig und ohne einen makedonischen LKW-Fahrer, der uns ohne richtige Sitzplätze mitnahm, und zwei netten Mädchen aus Berlin wären wir wohl nicht weiter als <strong>Bratislava</strong> gekommen. So aber erreichten wir tief in der Nacht Budapest und beschlossen nach der Übernachtung auf einem Spielplatz, einen Tag Pause zu machen und Budapest anzuschauen.</p>
<p>Am Montag starteten wir dann nach <strong>Bukarest</strong>. Nach einigem Herumirren in Budapest lief es endlich mal richtig gut. Mittags waren wir bereits kurz vor der Grenze und fanden ein nettes Pärchen, das uns mitnahm. Die Odyssee begann. Zum ersten wurden die Straßen schlechter, der Plan, eine Autobahn nach Bukarest zu bauen, steckt noch in den Kinderschuhen. Zum zweiten bogen wir irgendwann von der Hauptstrecke ab und, nachdem wir zwischenzeitlich noch eine weitere Anhalterin im Auto hatten, kamen wir in <strong>Mediaş </strong>in Mittelrumänien an und nicht wie erhofft in Bukarest. Unsere FahrerInnen wollten uns nur bis hierher bringen und dann in den Zug setzen. Da es jedoch schon Mitternacht war, konnten wir sie überreden, uns einen Schlafplatz zu besorgen. So lernten wir die große rumänische Gastfreundschaft kennen. Wir fuhren in ein Dorf und schliefen dort in einem kleinen Bauernhaus. Am nächsten Tag wurden wir zur MAMA ins nächste Dorf gebracht und mit Schnaps und Ei zum Frühstück verköstigt. In Erinnerung ist mir jedoch auch geblieben, dass die Kirche des Dorfes von Deutschen zerstört wurde und immer noch nicht vollständig wiederaufgebaut ist.</p>
<p>Anschließend ging es mit Zug weiter, zwar für nur zehn Euro, wir haben jedoch acht Stunden für 400 km gebraucht. In Bukarest hatten wir über CouchSurfing, einem kostenlosen und internetbasierten Gastfreundschaftsnetzwerk, einen netten Rumänen gefunden, der uns auf seiner eher kleinen Couch schliefen ließ und uns die Stadt zeigte. Am Nachmittag fuhren wir per Anhalter weiter zur bulgarischen Grenze. Die letzten Meter überwanden wir zu Fuß und betraten nun zum ersten Mal bulgarischen Boden, auf dem uns Georgis Onkel abholte.</p>
<p><html><br />
<body></p>
<p><img src="http://www.jusos-treptow-koepenick.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/Peat-Switschow.jpg" width="450" ></p>
<p><strong>Switschow</strong></p>
<p></body><br />
</html></p>
<p>Er brachte uns nach <strong>Kozlovets</strong>, einem kleinen Dorf in der Nähe von <strong>Swischtow</strong>, wo wir bei Georgis Oma schlafen konnten. Hier verbrachten wir eine sehr nette Woche, besuchten mit Georgis Onkel Swischtow, einen Stausee in der Nähe, hingen viel im Dorf ab und spielten Fußball. Besonderes Highlight war außerdem das so genannte „sbor“. Das ist ein Art Erntedankfest, bei dem viel getrunken und noch mehr gegessen wird.</p>
<p><html><br />
<body></p>
<p><img src="http://www.jusos-treptow-koepenick.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/Peat-Stausee.jpg" width="450" ></p>
<p><strong>Baden im Stausee</strong></p>
<p></body><br />
</html></p>
<p>Auch die BulgarInnen sind sehr gastfreundlich. Georgis Cousins etwa verdienen gerade einmal 250 Euro monatlich trotz schweren Schuftens auf dem Bau. Trotzdem luden sie uns so oft es ging auf ein Bier oder einen Kaffee ein. Dabei erzählten sie uns einiges über die Situation in Bulgarien. Neben den angestoßenen Infrastrukturprojekten lähmt immer noch Korruption die Entwicklung des Landes. Das fängt an bei Straßenprojekten und endet damit, dass Menschen bestochen werden müssen, um eine Ausbildung bei der Polizei machen zu können. So arbeiten viele BulgarInnen am Mindestlohnniveau, haben keine Chance auf gute Weiterbildung und leiden unter Lohnzurückhaltung bei gleichzeitiger Angleichung der Preise an westeuropäisches Niveau.</p>
<p><html><br />
<body></p>
<p><img src="http://www.jusos-treptow-koepenick.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/Peat-sbor.jpg" width="450" ></p>
<p><strong>Erntedankfest „sbor“</strong></p>
<p></body><br />
</html></p>
<p>Nach einer Woche wurden wir nach <strong>Veliko Tarnovo</strong> gefahren und fuhren von da mit dem Bus nach <strong>Burgas</strong>, wo wir jetzt bei Georgis Opa wohnen und irgendwie versuchen mit der Hitze klarzukommen. Es hat auch nachts selten unter 30 °C. Am 13. August waren wir dann beim „Spirit of Burgas“, einem jährlichen Sommer-Musikfestival, und am 15. August bei einem Fußballspiel mit super Stimmung und reichlich Bengalos. Jetzt wollen wir noch etwa zehn Tage in Burgas bleiben, möglicherweise mit einem <strong>Abstecher nach Istanbul</strong>.</p>
<p>Der Rückweg wird uns dann wohl <strong>über Belgrad und Wien nach Berlin</strong> führen. Anekdoten, besonders die jugendgefährdenden, gibt es dann in Berlin bei einem Bier oder einer kalten Cola.</p>
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		<title>Jusos-Sommercamp: In Brandenburg war was los</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 23:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Jusos Nico Schmolke und Bernd Fiedler sind beim diesjährigen Juso-Sommercamp, das vom 12. bis 15. August 2010 am Werbellinsee in Brandenburg stattfindet. Nico berichtet direkt davon mit einigen Beiträgen, die wir nachstehend zeitnah veröffentlichen.
III. Kommentar: In Brandenburg war was los
Rainald Grebe hat Recht. „Lassen Sie mich durch, ich bin Chirurg, ich muss nach Brandenburg.“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Jusos <strong>Nico Schmolke</strong> und <strong>Bernd Fiedler</strong> sind beim diesjährigen Juso-Sommercamp, das vom 12. bis 15. August 2010 am Werbellinsee in Brandenburg stattfindet. Nico berichtet direkt davon mit einigen Beiträgen, die wir nachstehend zeitnah veröffentlichen.</p>
<p><strong>III. Kommentar: In Brandenburg war was los</strong></p>
<p>Rainald Grebe hat Recht. „Lassen Sie mich durch, ich bin Chirurg, ich muss nach Brandenburg.“ Nun, immerhin gab es auf dem Juso-Sommercamp keine Knochenbrüche oder schwerere Verletzungen, ein Kreuzband hat es dennoch nicht überlebt.</p>
<p>„Nimm dir Essen mit, wir fahr’n nach Brandenburg.“ Auch das ist nicht ganz falsch, schließlich stand das Abendbrot am Donnerstag erst sehr spät auf dem Programm. So zeigte es sich, dass geschmierte Brötchen von Vorteil sein können.</p>
<p>Aber auch Rainald Grebe ist nicht unfehlbar. „Ich fühl mich heut so leer, ich fühl mich Brandenburg.“ Nein, im Gegenteil, die Jusos waren in Brandenburg voll! Ja, am Alkohol wurde nicht gespart, selbst zwei Euro pro Bier waren meist nicht abschreckend genug. Am Kiosk war es ein bisschen billiger, dafür sagte der Verkäufer beim Interview aber auch nicht immer die Wahrheit über seine sooo lange Arbeitszeit.</p>
<p>Was sich hingegen als Wahrheit erwiesen hat, ist die Anwesenheit der volleyballspielenden Jungen Union. Und auch der Regenmacher Matthias Platzeck scheint noch anwesend, seit seinem Auftritt spielt das Wetter nicht mehr mit. Dennoch verirrten sich immer wieder Jusos an den See und zelebrierten nach dem Badegang gemeinsames Duschen.</p>
<p>Die Workshops und Diskussionen dürfen ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Leider hatte hier wieder Rainald Grebe Recht, zum Ende hin wurden die Juso-Reihen immer leerer: „In Brandenburg kann ich bald alleine wohnen.“ Die fehlenden Teilnehmenden haben damit sehr interessante Aktionen verpasst. In der Disko wurde beispielsweise Polizei gegen DemonstrantInnen gespielt, was leider nicht unblutig endete.</p>
<p>Das Juso-Sommercamp 2010 brachte also viele schöne und weniger schöne Anekdoten. Zwar war es nicht wirklich sonnig, toll jedoch auf jeden Fall. Spaß war immer garantiert, bei den Diskussions- und Workshopthemen für jedeN etwas dabei. Nun können wir gespannt sein, wo es das nächste Jahr hingeht. Bodensee? Ost- oder Nordsee? Mecklenburger Seenplatte? Egal, es wird wieder an Anmeldungen hageln. So etwas schönes wie das Juso-Sommercamp gibt es eben nicht so oft. Da kann Rainald Grebe das Gastland besingen wie er will.</p>
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		<title>Jusos-Sommercamp: In Reih und Glied vor dem Kiosk</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 14:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unsere Jusos Nico Schmolke und Bernd Fiedler sind beim diesjährigen Juso-Sommercamp, das vom 12. bis 15. August 2010 am Werbellinsee in Brandenburg stattfindet. Nico berichtet direkt davon mit einigen Beiträgen, die wir nachstehend zeitnah veröffentlichen.
II. In Reih und Glied vor dem Kiosk
Glascontainer mitten im Wald, die schon selbst nicht mehr wissen, wozu sie eigentlich da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Jusos <strong>Nico Schmolke</strong> und <strong>Bernd Fiedler</strong> sind beim diesjährigen Juso-Sommercamp, das vom 12. bis 15. August 2010 am Werbellinsee in Brandenburg stattfindet. Nico berichtet direkt davon mit einigen Beiträgen, die wir nachstehend zeitnah veröffentlichen.</p>
<p><strong>II. In Reih und Glied vor dem Kiosk</strong></p>
<p>Glascontainer mitten im Wald, die schon selbst nicht mehr wissen, wozu sie eigentlich da sind. Eine alte leerstehende Schule, die heute höchstens noch lehrt, dass funktionale Bauweise nicht immer schön aussieht. Und Straßen, die den Kampf gegen die Wurzeln und Grasbüschel längst verloren haben. Was einst prächtiges Vorzeigeobjekt der sozialistischen DDR sein sollte, muss sich heute um die Instandhaltung des riesigen Geländes bemühen.</p>
<p>EJB Werbellinsee nennt sich das Camp, ausgesprochen Europäische Jugenderholungs- und Begegnungsstätte. Seit der Wiedervereinigung liegt die Jugendstätte nun in privater Hand, die wichtigsten Gebäude wurden modernisiert. Anderen Gebäuden wie der alten Schule wurde hingegen das Leben ausgehaucht. Dabei war besonders die Schule einer der wichtigsten Orte in der ehemaligen Pionierrepublik „Wilhelm Pieck“. 1952 durch eben jenen DDR-Präsidenten als Erholungseinrichtung für Kinder eröffnet, entwickelte sich die „Republik“ in den 60er Jahren zunehmend zu einer politischen Bildungsstätte. Pioniere aus ganz Deutschland kamen an den Werbellinsee, um an Lehrgängen und Schulungen teilzunehmen.</p>
<p>Einer von ihnen war Walter Mielke. Drei Monate verbrachte er in einem Sommer hier, heute sind er und die Jugendstätte Freunde fürs Leben. Nicht nur als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins ist er eng mit der EJB verbunden. Für die vielen Kinder ist er in einer noch viel wichtigeren Rolle, er betreibt den Kiosk.</p>
<p>Ständig kommen Kinder herein und unterbrechen unser Gespräch, kaufen sich Chips, Gummibärchen, Cola. Spielautomaten geben regelmäßig Pistolenschüsse ab und dudeln vor sich hin. Mielke lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, bewahrt sein Grinsen trotz der drängelnden Jugend. Früher habe er immer um neun Uhr geöffnet, die Kaufwilligen kamen schon eine halbe Stunde vorher. Heute beginnt der Verkauf um halb neun, Mielke passt sich den Bedürfnissen an. So endet der Tag dann manchmal erst um 22 Uhr, schließlich müsse nachbereitet, eingekauft und „Kasse gemacht“ werden. Nichts also mit geregelter Arbeitszeit. Trotz seiner 63 Jahre, zwei Krebsoperationen und der Einstufung als 100 Prozent Schwerbehinderter ist auch an Ruhestand nicht zu denken. Zwei Jahre wird Mielke wohl mindestens noch arbeiten müssen, auf Nebenjobs als Rentner habe er sich auch schon eingestellt. Eigentlich sei er arbeitsunfähig, habe 30 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt. Nur leider war das zu DDR-Zeiten, seit der Wende ist er selbstständig. Klar, dass er sich ungerecht behandelt und allein gelassen fühlt.</p>
<p>Somit hat er natürlich auch eine Meinung zur Rente mit 67: Er stuft die Reform als einen der größten Fehler der Schröder-Regierung ein. „Man kann nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen“. Wenn es eine Rente mit 67 Jahren gibt, müsse man auch so lange arbeiten können. Trotz all dieser Probleme scheint ihm der Spaß an der Arbeit nicht zu vergehen. Schöne Erlebnisse wie das vor etwa zwei Monaten tragen sicherlich dazu bei. Damals waren SchulanfängerInnen zu Besuch. Mielke kam am Morgen mit seinem Wagen um die Ecke gefahren, die Kinder standen schon in Reih und Glied vor dem Eingang und fingen an zu jubeln. Ein schönes Gefühl, mit so großer Freude erwartet zu werden.</p>
<p>Vor der Wende war Walter Mielke sogar noch in ganz anderer Position. Damals fungierte er als stellvertretender Leiter der Pionierrepublik, unter anderem verantwortlich für das internationale Sommerlager. Das seien auch die schönsten Erinnerungen, erzählt er, so viele Kinder aus verschiedenen Ländern zusammen spielen und tanzen zu sehen.</p>
<p>Mielke ist dann sogar überraschend auskunftsfreudig, wenn es um die DDR-Vergangenheit geht. Fast alle Mitarbeiter_innen seien in der SED gewesen, aber nicht jedeR. Dann gab es natürlich Gespräche, in denen ein Eintritt nahe gelegt wurde. Von Entlassungen aus politischen Gründen wisse er nichts. Fristlose Kündigungen kamen dennoch vor, allerdings aus anderen Gründen. Auch am Werbellinsee gab es nämlich Kindesmissbrauch, jedoch nur in einem oder zwei Fällen. Klar, dass das Thema bei der gegenwärtigen Medienpräsenz des öfteren auch in der EJB diskutiert wird. Aktuelle Fälle von Kindesmissbrauch seien Mielke aber nicht bekannt.</p>
<p>Stattdessen dominiere eine herzliche, persönliche Atmosphäre. Mit der Campleitung bestehe ein guter Kontakt, die Gäste seien immer sehr dankbar. Einmal habe eine Gruppe körperlich eingeschränkter Jugendlicher Mielke sogar eine Urkunde geschenkt. Diese zahlreichen Eindrücke überstrahlen ganz klar das eine oder andere verkomme Gebäude. Der sozialistische Zeitgeist scheint also verflogen, einzig der freundschaftliche Umgang ist geblieben. Dennoch wird die EJB Werbellinsee auch immer die ehemalige Pionierrepublik bleiben. Die Wege und Glascontainer können es bezeugen.</p>
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		<title>Juso-Sommercamp: Begrüßung durch Matthias Platzeck</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 14:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Jusos Nico Schmolke und Bernd Fiedler sind beim diesjährigen Juso-Sommercamp, das vom 12. bis 15. August 2010 am Werbellinsee in Brandenburg stattfindet. Nico berichtet direkt davon mit einigen Beiträgen, die wir nachstehend zeitnah veröffentlichen.
I. Begrüßung durch Matthias Platzeck
„Willkommen in der Pionierrepublik Wilhelm Pieck“, so begrüßte Matthias Platzeck die Jusos gestern auf dem Sommercamp. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Jusos <strong>Nico Schmolke</strong> und <strong>Bernd Fiedler</strong> sind beim diesjährigen Juso-Sommercamp, das vom 12. bis 15. August 2010 am Werbellinsee in Brandenburg stattfindet. Nico berichtet direkt davon mit einigen Beiträgen, die wir nachstehend zeitnah veröffentlichen.</p>
<p><strong>I. Begrüßung durch Matthias Platzeck</strong></p>
<p>„Willkommen in der Pionierrepublik Wilhelm Pieck“, so begrüßte Matthias Platzeck die Jusos gestern auf dem Sommercamp. Im ehemaligen Pionierlager am Werbellinsee sind über 100 JungsozialistInnen aus ganz Deutschland zusammengekommen, um sich auszutauschen, zu vernetzen, inhaltlich weiterzubilden und Spaß zu haben. Jetzt sitzen sie in der Disko des Camps an zehn Tischen, Wasser in hochcarätigen Tetra Packs steht bereit. Ein Bodyguard betritt den Raum und ist so Ankündigung für den Besuch des brandenburgischen Ministerpräsidenten.</p>
<p>Die meisten konzentrieren sich eher auf ihre Handys oder flüstern, während Matthias die Jusos bereits begrüßt und das Land Brandenburg durch die Beschreibung der erfolgreichen SPD-Politik in ein helles Licht rückt. Die Halbierung der Arbeitslosenquote und die Einführung des Schüler-BaföG sind nur Beispiele. Auch auf Fragen zur Bundespolitik geht er in sachlicher und nicht zu ausschweifender Weise ein. So sind für ihn die „Rente mit 67“, Steuergerechtigkeit und die Bürgerversicherung drei der wichtigsten Zukunftsthemen der SPD.</p>
<p>Anschließend sorgt besonders die Frage eines Jusos für Heiterkeit: „Wie definierst du Linkspartei, äh, Linksextremismus?“ Ernst wird es dann wieder am Ende, als Matthias die zentrifugalen Tendenzen in Zeiten von Krise und Globalisierung anspricht. „Der eigentliche Sinn liegt im Miteinader“, vor allem auf Gemeinsinn und Zusammenhalt komme es in der Politik an.</p>
<p>Wie er zwischendurch verlauten lässt, kommt er gerade aus dem Hochwassergebiet. Das Wasser hat er wohl mitgebracht, am Abend fängt es an zu regnen. Hoffentlich nimmt er es auch wieder mit. Schließlich soll das Juso-Sommercamp ja sommerlich werden.</p>
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		<title>Aufruf zur Demonstration „Wir machen Schwarz-Gelb nass!“ im Treptower Park</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 06:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 21. August 2010 (Samstag) wird es ab 14.00 Uhr richtig nass! Die Jugendorganisationen der Sozialdemokratie aus Lichtenberg und Treptow-Köpenick rufen alle Menschen zur Demonstration gegen die schwarz-gelbe Regierungspolitik auf. Treffpunkt ist zuvor um 13.30 Uhr der S-Bhf. Treptower Park, Ausgang Hafenseite.
Die neoliberalen Beschlüsse der Regierung zur Entsolidarisierung der Gesellschaft in der Krankenversicherung und zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>21. August 2010 (Samstag)</strong> wird es ab 14.00 Uhr richtig nass! Die Jugendorganisationen der Sozialdemokratie aus Lichtenberg und Treptow-Köpenick rufen alle Menschen zur <strong>Demonstration gegen die schwarz-gelbe Regierungspolitik</strong> auf. Treffpunkt ist zuvor um <strong>13.30 Uhr der S-Bhf. Treptower Park, Ausgang Hafenseite</strong>.</p>
<p>Die neoliberalen Beschlüsse der Regierung zur <strong>Entsolidarisierung der Gesellschaft in der Krankenversicherung</strong> und zur <strong>Reduktion des Stipendienprogramms im Bildungsbereich</strong> nehmen wir zum Anlass für eine feucht-friedliche Gegenäußerung. </p>
<p>Es braucht nichts mitgebracht zu werden außer Kleidung, die nass werden kann, sowie am besten Wasserpistolen und Wasserluftballons.</p>
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		<title>Sommerfest im Haus Strohhalm</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 21:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Für viele Menschen in Berlin scheint auch in diesem sonnigen und heißen Sommer nicht immer die Sonne, sondern ist ein Dach über dem Kopf und ein Mensch der zuhört oft das Einzige was bleibt.
Im Haus Strohhalm in Oberschöneweide können Menschen, die sich durch Wohnungslosigkeit und substanzbezogene Abhängigkeit in einer schweren, selbst nicht mehr zu überwindenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für viele Menschen in Berlin scheint auch in diesem sonnigen und heißen Sommer nicht immer die Sonne, sondern ist ein Dach über dem Kopf und ein Mensch der zuhört oft das Einzige was bleibt.</p>
<p>Im Haus Strohhalm in Oberschöneweide können Menschen, die sich durch Wohnungslosigkeit und substanzbezogene Abhängigkeit in einer schweren, selbst nicht mehr zu überwindenden Lebenskrise befinden, Unterstützung und Halt finden. Dort werden sie durch existenzsichernde Soforthilfen und verschiedene sozialtherapeutische Angebote unterstützt.</p>
<p>Die Zahl der Betroffenen nimmt seit einiger Zeit zu und macht es nötig, dass in Oberschöneweide in diesem Jahr auch eine Wohn- und Betreuungsgemeinschaft für suchtbetroffene Familien mit Kindern eingerichtet werden muss.</p>
<p><strong>Die Jusos in der SPD Treptow-Köpenick und die SPD Oberschöneweide möchten berlinweit auf diese Situation aufmerksam machen und zusammen mit den BewohnerInnen des Hauses Strohhalm unser <em>Sommerfest 2010</em> feiern.</strong></p>
<p>Mit Grillen, alkoholfreien Getränken, Kuchenbasar und vielen Überraschungen wollen wir den BewohnerInnen des Hauses Strohhalm einen schönen Abend bereiten und <strong>würden uns sehr freuen, wenn viele interessierte Menschen diesen Abend mit uns verbringen</strong>.</p>
<p><a href="http://www.das-fuenfte-rad-ev.de">„Das fünfte Rad e.V.“</a> und die Band <a href="http://www.dooload.de/KINDLS "> KINDLS</a> werden vor Ort für tolle musikalische Unterhaltung sorgen.</p>
<p><strong>Wann: Freitag, 20. August 2010, ab 17.00 Uhr</p>
<p>Wo: Wilheminenhofstraße 68, 12459 Berlin</strong></p>
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		<title>Grillen gegen Nazis</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 20:25:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Pause? Nee! Sommertour der Jusos Berlin.
Am Donnerstag, 26. August 2010, 18 Uhr, in Treptow-Köpenick. Treffpunkt: S-Bhf. Treptower Park
Für NachzüglerInnen: Vom S-Bhf. Treptower Park aus werden wir in den Park reinlaufen und uns gut sichtbar links halten.
Die JUSOS in der SPD Berlin unter ihrem Landesvorsitzenden Christian Berg teilen mit:
&#8220;Am Donnerstag, den 26. August, treffen wir uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Pause? Nee! Sommertour der Jusos Berlin.</em></strong></p>
<p>Am <strong>Donnerstag, 26. August 2010, 18 Uhr</strong>, in Treptow-Köpenick. <strong>Treffpunkt: S-Bhf. Treptower Park</strong></p>
<p>Für NachzüglerInnen: Vom S-Bhf. Treptower Park aus werden wir in den Park reinlaufen und uns gut sichtbar links halten.</p>
<p>Die <strong>JUSOS in der SPD Berlin</strong> unter ihrem <strong>Landesvorsitzenden Christian Berg</strong> teilen mit:</p>
<p>&#8220;Am Donnerstag, den 26. August, treffen wir uns zum <em>Grillen gegen Nazis</em> im Treptower Park. Einige Getränke und Gegrilltes wird vom Landesverband zur Verfügung gestellt. Dafür würden wir gerne Spenden einwerben für das Bündnis &#8216;1. Mai-Nazifrei&#8217;, das noch auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Vor Ort wird auch ein aktives Mitglied vom Bündnis zur Arbeit, zur Vor- und Nachbereitung und zur Aktion mit uns diskutieren. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste.&#8221;</p>
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